11. September 2019

Leichtbau: eine Mobilität der Zukunft

Die national übergreifende, offene Plattform zur Entwicklung von Hightech-Leichtbausystemlösungen für die Mobilität der Zukunft (FOREL) brachte auf dem diesjährigen FOREL-Kolloquium wieder renommierteste Wissenschaftler und Industrievertreter aus dem Leichtbau- und Fahrzeugindustriesektor zusammen. Wissenschaft und Industrie präsentierten sich dabei die neuesten Fertigungstechnologien und diskutierten gemeinsam die aktuellen Entwicklungstrends des funktionsintegrativen Systemleichtbaus im Multi-Material-Design. Zum nunmehr fünften Mal bot das Kolloquium den Teilnehmern ein einzigartiges Forum, um sich über richtungweisende For­schungsaktivitäten auszutauschen.

„Die Transformation der Mobilität stellt uns vor besondere Herausforderungen im Hinblick auf die Innovationskraft und die globale Wett­bewerbsfähigkeit“ erklärt der Sprecher der Plattform FOREL, Prof. Maik Gude vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden. „Und das vor allem bei den drängenden ökologischen Fragen. Technologische, mitunter revolutionäre Lösungsansätze sind gefragt, um den Erhalt von Arbeitsplätzen und damit unseren Wohlstand im Einklang mit unserer Umwelt zu sichern. Erst kürzlich haben wir hierhingehend in Dresden den Begriff des ‚Neutralbaus‘ kreiert. Diesen gilt es mit innovativen und umweltverträglichen Ideen zu füllen, wozu auch FOREL bereits Beiträge geliefert hat und zukünftig liefern wird!“

In diesem Jahr wurden die Ergebnisse von gleich vier erfolgreich abgeschlossenen FOREL-Technologieprojekten sowie eines assoziierten FOREL-Vorhabens vorgestellt. Darunter finden sich die Projekte 3DProCar, FUPRO, SamPa, PROLEI und das assoziierte Projekt SUPERTOOLER.

Ein Highlight auf der Veranstaltung war auch die Präsentation des FOREL-MockUps, das die Ergebnisse aus sieben Forschungsprojekten mit über 100 beteiligten Partnern zeigt. Das MockUp beinhaltet eine A-Säulen-Tragstruktur in 3D-Hybrid-Technologie, eine Partikelschaum-Fahrzeugtür, ein Rückwandoberteil einer Fahrzeugkarosserie, die zu 80 % aus rezyklierten kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen besteht, eine innovative Unterbodenstruktur mit neuartigen, hybriden Sandwichmaterialien, eine Seitenspiegelhalterung in Kunststoff-Magnesium Hybridbauweise, eine Tragstruktur einer Fahrzeugtür, die unter Verwendung neuartiger 3D-Textilien hergestellt wurde sowie eine Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes.

Aus dem Grundgedanken von FOREL, eine offene und unabhängige Plattform zu schaffen, die sich den Herausforderungen kommender Mobilitätslösungen stellt, entstand binnen sechs Jahren ein national agierendes Netzwerk mit über 100 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Führende universitäre Forschungsstandorte und innovationsstarke Unternehmen vom KMU bis zum OEM arbeiten darin zusammen. In FOREL setzen sie gemeinsam und projektübergreifend nachhaltigen Standards für die ökologische Entwicklung von Leichtbautechnologien. Dabei wird die Schaffung einer durchgängigen Digitalisierung der Prozessketten weiter vorangetrieben.

Erfahren Sie mehr zu den einzelnen Projekten auf den Seiten des ILK und in der FOREL-Welt.


Foto ©TU Dresden, ILK: FOREL-MockUp mit Technologie-Demonstratoren aus sieben Projekten.

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