25. Juli 2019

Wie Urbakterien Uran & Co. ausbremsen

Mikroorganismen, die natürlicherweise in Salzlagerstätten siedeln, wandeln Schwermetalle in unlösliche Minerale um. Am Beispiel von Uran und Curium konnten Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) zeigen, dass diese „Biomineralisation“ bei niedrigen Konzentrationen der toxischen Schwermetalle vergleichsweise effektiv verläuft. Der natürliche Vorgang kann demnach die potenzielle Ausbreitung gelöster Metalle im Wirtsgestein Salz bremsen. Die Forschungsergebnisse sollen in die Sicherheitsbewertung künftiger Endlagerstätten für hochradioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken einfließen.

Die Details zu diesem Forschungsprojekt an Urbakterien, um radioaktiven Abfall sicherer zu lagern, erfahren Sie in den Mitteilungen des HZDR.


Foto ©HZDR/Juniks: Ein natürlicher Prozess im Salzgestein: Dresdner Radiochemiker konnten zeigen, dass spezielle Mikroorganismen – sogenannte Haloarchaeen (rosa) – radioaktive Schwermetalle in unlösliche Uranylphosphat-Minerale (grün) umwandeln und auf diese Weise die Ausbreitung der Stoffe verhindern. Diese Erkenntnis ist wichtig für eine mögliche Endlagerung radioaktiver Abfälle im Wirtsgestein Salz.

Das könnte Sie auch interessieren

08. Okt 2021

Fraunhofer-Podcast: Abwasserreinigung

Hans-Jürgen Friedrich stellt im Fraunhofer-Podcast seine Technologie zur Abwasserreinigung vor und erklärt, wie diese Flüsse, Seen und Grundwasser schützt. Eine…

WEITERLESEN

02. Jun 2020

Der implantierte Code

Das Fraunhofer IWU entwickelte eine Produktkennzeichnung für die jahrzehntelange Nachverfolgung. Mit einer neuen Technologie kann die Fertigung 3D-gedruckter Produkte effizienter…

WEITERLESEN

14. Jul 2017

Wissenschaftskooperation erklärt – Prof. Brigitte Voit…

Professor Brigitte Voit, Vorstandsvorsitzende des MFD, Mitbegründerin von DRESDEN-concept und Direktorin des Leibniz IPF, im Interview mit Heiko Weckbrodt…

WEITERLESEN