7. September 2021

TU Dresden Garden beim Ars Electronica Festival 2021

Seit inzwischen über 40 Jahren findet jährlich das ARS Electronica Festival in Linz (Österreich) statt. Bereits ein Jahr nach der Initiierung wurde 1980 das Konzept des Festivals auf Technologie “mit dem Schwerpunkt Kunst und Gesellschaft“ konkretisiert, wobei eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Zukunft stets ein Anliegen war und ist.  


Im vergangenen Jahr hat das Technische Design der TU Dresden erstmal mit einem eigenen Workshopangebot aktiv am ARS Electronica Festival “In Keplar’s Garden” teilgenommen. Für das diesjährige Festival unter dem Motto “A New Digital Deal” konnten das Institut seine Teilnahme sogar erweitern: mit drei Events bot der TU Dresden Garden neue Perspektiven auf die technologischen und sozialen Herausforderungen sowie Auswirkungen unserer Zeit. „Die Verknüpfung von digitalen und analogen Welten eröffnet neue Möglichkeiten, die auf unterschiedlichen Ebenen zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen können“, so Emese Papp, Doktorandin an der TUD-Professur für Technisches Design und Mitorganisatorin des Gardens. Im Hinblick dessen, wird im TU Dresden Garden vor allem darüber diskutiert, wie die nächste Generation von Kommunikationstechnologien die Mensch-Maschine-Interaktion verändert und die Demokratisierung von Wissen und Fähigkeiten vorantreiben kann. Weiterhin waren die Grenzen des Materials und der Materialforschung Thema, insbesondere vor dem Hintergrund der ökologischen Nachhaltigkeit. Neben diesen Impulsen bot der TU Dresden Garden auch konkrete Einblicke in interdisziplinäre Forschungsprojekte mit direkter Beteiligung durch das Technische Design und dessen Mitarbeiter*innen:


SOUND & SCIENCE: FROM DIGITAL PIANISTS TO DEMOCRATIZING SKILLS

Das Internet der nächsten Generation wird neue Formen der digitalisierten Kommunikation zwischen Menschen und Maschinen ermöglichen. Dies könnte die Art und Weise verändern, wie wir neue Fähigkeiten in der Zukunft lehren und lernen werden. Die Frage erforscht ein transdisziplinäres Team am Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop (CeTI). Am Beispiel des Klavierspiels wurde eine Demo und im anschließenden Podiumsgespräch Erkenntnisse aus der laufenden Forschung präsentiert und diskutiert.


MULTIMODAL PERCEPTION IN HUMAN-MACHINE INTERACTION: EXPLORING THE MEANING OF DIFFERENT SENSORY CHANNELS IN FUTURE APPLICATIONS

Für künftige Mensch-Maschine-Interaktion unter Nutzung von VR-Anwendungen und 6-G-Kommunikationsnetzen, könnte es von entscheidender Bedeutung sein, die Umgebung nicht nur sehen und hören, sondern auch berühren, riechen und schmecken zu können. Der Workshop zielte darauf ab, ein breiteres Verständnis für die Prinzipien und Anforderungen von solchen multisensorischen Erfahrungen zu entwickeln. Nach Impuls-Vorträgen zu 6G-Technologie und zu erweiterten multisensorischen Wahrnehmungen wurden neuartige multisensorische Technologien und zukünftige Anwendungen anhand praktischer Experimente diskutiert.


LIMITS OF MATERIAL: SUSTAINABLE AND/OR HIGH-TECH?

Diese Veranstaltung ermöglichte einen Einblick in die aktuellen Felder der Materialforschung. Die Suche nach leistungsfähigen und kostengünstigen Alternativen zu erdölbasierten Rohstoffen, aber auch die energieeffiziente und verlustarme Wiederverwertung von knappen Materialien sowie die Digitalisierung von Materialien sind dabei von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Praxis in der Zukunft. In der abschließenden offenen Diskussion wurden unter anderem Aspekte der Beziehung zwischen Menschen und Material über die reine Funktionalität hinaus thematisiert.
-> Zum Originalbeitrag des Technischen Designs der Tu Dresden.


Bild ©TU Dresden, Technisches Design (td).

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