9. April 2019

Thüringer Forschungspreis für keramische Batterie

Regenerative Energiequellen gewinnen im Kontext der Energiewende stark an Bedeutung. Damit auch dann Strom fließt, wenn das Windrad still steht und die Sonne nicht scheint, muss Energie zuverlässig gespeichert werden. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS hat dafür eine preiswerte und umweltfreundliche keramische Batterie entwickelt, die mit dem diesjährigen Thüringer Forschungspreis in der Kategorie »Angewandte Forschung« ausgezeichnet wurde. Den mit 12.500 Euro dotierten Preis überreichte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee bei der feierlichen Preisverleihung in der Imaginata Jena am 8. April.

Den Forschern des Fraunhofer IKTS Prof. Michael Stelter, Dr. Roland Weidl, Dr. Matthias Schulz, Heidi Dohndorf, Lutz Kiesel sowie Martin Hofacker und Benjamin Schüssler ist es nun gelungen eine keramische Batterie zu entwickeln, die vollständig aus unkritischen, einheimischen Rohstoffen wie Kochsalz, Aluminiumoxid und Nickel hergestellt wird. Das macht sie kostengünstig und wartungsarm. Zudem hat die sogenannte Natrium-Nickel-Chlorid-(Na/NiCl2) Batterie einen hohen systemischen Wirkungsgrad, ist langlebig und so sicher, dass sie ohne Bedenken in Wohngebäuden aufgestellt werden kann.

Erfahren Sie mehr zum Forschungspreis und der Natrium-Nickel-Chlorid-Batterie auf den Seiten des Fraunhofer IKTS. Der MFD gratuliert den Preisträgern herzlich zu dieser Auszeichnung.


Foto ©Steffen Walther: Preisträger des Thüringer Forschungspreises in der Kategorie Angewandte Forschung: von links: M.Sc. Martin Hofacker, Dipl.-Ing. Heidi Dohndorf, Dipl.-Ing. Benjamin Schüßler, Dr. Matthias Schulz, Prof. Michael Stelter, Dipl.-Ing. (FH) Lutz Kiesel, Dr. Roland Weidl.

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