1. April 2020

Textiler 3D-gestrickter Mund-Nasenschutz

Die Mitarbeitenden der TU Dresden befinden sich derzeit im Notbetrieb. So auch die Forschenden am Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM). Dies ermuntert viele von ihnen sich kreativ zu engagieren. Gemeinsam mit einem ihrer Netzwerkpartner gelang es so den Technikern und Wissenschaftlern in kurzer Zeit, das Know-how für die Fertigung neuartiger textiler 3D-gestrickter Mund-Nasen-Masken – ganz ohne zusätzlichem Konfektionsaufwand – zu entwickeln, einen Prototyp zu fertigen und sofort für den Gebrauch zur Verfügung zu stellen.

Hergestellt wurde das Modell auf der am ITM installierte Shima Seiki SWG 091N Flachstrickmaschine. Die Mund-Nasen-Masken sind mehrmals verwendbar. Sie bestehen aus Baumwolle und Elasthan und sind somit auch wasch- und trocknergeeignet. Die Maske besitzt eine Tasche, in die temporär noch zusätzlich Filterstrukturen integriert werden können.

Als eines der weltweit führenden Textilforschungsinstitute möchten das ITM der TU Dresden mit dieser Entwicklung einen gesellschaftlichen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung in der aktuellen Lage leisten. Das Institut steht bereits mit Industriepartnern in Kontakt, um die Technologie zur Fertigung von textilen 3D-gestrickten Masken schnell in eine Serienproduktion zu überführen. Darüber hinaus soll dieses Produkt zeitnah als zugelassene Schutzmaske nach den hierfür geltenden Verordnungen bzw. Richtlinien angeboten werden können.

Weiter Informationen und einen kleinen Eindruck von der Fertigung der Mund-Nasen-Masken am ITM der TU Dresden erhalten Sie im Video auf der Newsseite des Instituts.


Foto ©Mirko Krziwon, ITM/TUD: Konfektionslose textile 3D-gestrickte Mund-Nasen-Maske.

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