19. August 2020

Materials Genome Engineering: Internationale Sommerschule des DCMS

„Materials 4.0“: Unter diesem Motto treffen sich vom 17. bis zum 21. August junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zu einer an der TU Dresden organisierten einwöchigen Sommerschule, um mehr über neue Materialien und Verfahren zu erfahren. Die seit 2017 jährlich stattfindende Veranstaltung wird in diesem Jahr allerdings rein virtuell durchgeführt. Durch die Möglichkeit zur Online-Teilnahme ist die Sommerschule international wie nie zuvor, es werden mehr als 60 Nachwuchsforscher aus 22 Ländern erwartet.

Die vierte Auflage der Sommerschule steht unter dem Leitmotiv „Materials Genome Engineering“. „Darunter versteht man den Übergang zu einem neuen Paradigma in der Werkstoffentwicklung, weg von einem traditionellen trial-and-error-Modus hin zu einer Herangehensweise mit rational gestalteten Experimenten“, so Prof. Gianaurelio Cuniberti, der die Sommerschule zusammen mit Prof. Sibylle Gemming (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und TU Chemnitz) organisiert. Bei diesem vielversprechenden Ansatz folgen auf eine gründliche und zuverlässige theoretische Vorhersage von Werkstoffeigenschaften bzw. ein Hochdurchsatz-Screening neuer Materialien die experimentelle Verifizierung und die anschließende technologische Umsetzung.

Die Sommerschule bietet ein reichhaltiges Spektrum an Online-Veranstaltungen, in denen moderne Herangehensweisen an diesen zukunftsträchtigen Zweig der Materialforschung vorgestellt werden. Neben klassischen Präsentationen und Vorlesungen bieten interaktive Hand-on-Sessions die Möglichkeit, das Gelernte unmittelbar und im direkten Austausch mit Experten anhand konkreter Fragestellungen auszuprobieren. Als Lehrende konnten international renommierte Referenten aus den USA (Lawrence Berkeley National Laboratory, Duke University, Carnegie Mellon University), dem Vereinigten Königreich (Imperial College London), der Schweiz (EPFL Lausanne), China (Shanghai Jiao Tong University) und Deutschland (Humboldt-Universität Berlin, GTT Technologies) gewonnen werden, die ein spannendes Portfolio an Themen abdecken werden.
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Foto ©H. Eckert, TU Dresden: Beispiel für eine auf Basis von groß angelegten Materialsimulationen designte Struktur.

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