30. August 2019

Georg-Manecke-Preis für Dr. Julian Thiele

Am 2. Oktober ehrt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Dr. Julian Thiele aus dem Leibniz IPF Dresden mit dem Georg-Manecke-Preis. Der Chemiker erhält die Auszeichnung der bei der GDCh angesiedelten Georg-Manecke-Stiftung auf der Tagung „Multivalency in Chemistry and Biology“ an der Freien Universität Berlin. Dr. Thiele forscht auf dem Gebiet der Polymer- und Kolloidchemie sowie der Mikrofluidik.

Der Georg-Manecke-Preis wird an promovierte Wissenschaftler vergeben, die im Bereich der makromolekularen Chemie forschen und eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben. Julian Thiele erhält den Preis für seine wegweisende Arbeit auf dem Gebiet der Polymerchemie, bei der er natürliche Mechanismen nachahmt, um reaktionsfähige Materialien zu synthetisieren. Mit seiner Forschungsgruppe entwickelt Thiele unter anderem Materialien, die sich selbst „heilen“. D. h. die Materialien stellen ihre Ursprungseigenschaften wieder selbst her.

Zudem beschäftigt sich Thiele im Rahmen des Leibniz Research Cluster (LRC) „Bio/synthetic multifunctional micro production units – novel ways of compound development“ mit neuartigen Wegen zur medizinischen Wirkstoffentwicklung. Für seine Forschung nutzt er Hydrogele (in Wasser gequollene, dreidimensionale Polymernetzwerke) als maßgeschneiderte Reaktionsumgebung für biotechnologische Anwendungen. Durch die zellfreie Biosynthese in Mikrogelen ermöglicht der Wissenschaftler nicht nur eine energieökonomisch optimierte Darstellung pharmakologisch wie technisch interessanter Proteine und Enzyme (z. B. Antibiotika), sondern liefert auch neuartige Wege zur Wirkstoffentwicklung.

Lernen Sie Julian Thiele und seine Forschungsarbeiten auf den Seiten des Leibniz IPF genauer kennen. In den Neuigkeiten erfahren Sie außerdem mehr zu Georg Manecke und dem nach ihm benannten Preis.


Foto ©Daniel Koch: Portrait von Dr. Julian Thiele, Wissenschaftler am Leibniz IPF Dresden.

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