2. Oktober 2020

Entwicklung von Exoskeletten mit Ottobock für eine nachhaltigere Arbeitswelt

Das Technische Design der TU Dresden brachte im letzten Jahr zusammen mit Ottobock zwei Exoskelette – das Paexo Back und Paexo Neck – auf den Markt. Beide sind passiv, heißt ohne aktive (elektrische) Unterstützung, und entlasten den Rücken beim Heben von schweren Lasten und den Nacken bei Überkopfarbeit. Diese Entwicklung ist eingebettet in unserer Forschung zu Akzeptanz und Selbstwahrnehmung der Nutzer in Relation zu der körpergetragenen Technologie.



Exoskelett „Paexo Back

Exoskelette der Reihe Paexo von Ottobock Industrials ermöglichen Menschen ihr volles Potential zu nutzen, langfristig und gesundheitsschonend ihrer Arbeit in der Industrie, Logistik und Handwerk nachzugehen. Durch das Tragen des Paexo Backs, erfahren Nutzer:innen eine deutliche Entlastung der Lendenwirbelsäule beim Heben: Die Last wird an der Schulter abgenommen und in die Oberschenkel umgeleitet. Das Herz des Systems ist die innovative Steuerung auf Hüfthöhe ohne jegliche Elektronik, die beim Gehen automatisch abschaltet, um so volle Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Der Entwicklungsprozess konnte vom Technischen Design von Anfang an begleitet und in unsere User Experience Forschung integriert werden. So wird im Paexo Back hohe Funktionalität mithilfe von Design zum ganzheitlichen Produkterlebnis. Das Interaktionskonzept gewährleistet durch ein eindeutiges Farb- und Grafiksystem eine intuitive und sichere Bedienung des komplexen Systems. Durch den durchdachten Textilaufbau schafft das System mit dem Prinzip “One fits All“ gleichzeitig eine hohe Anpassbarkeit und sehr guten Tragekomfort für Männer und Frauen. Der klare und reduzierte Aufbau ermöglicht die Arbeit in engen Räumen und unterstützt die Interaktion im Team.


Exoskelett „Paexo Neck“

Das Exoskelett „Paexo Neck“ entlastet fast unbemerkt den Nackenbereich und die Halswirbelsäule bei jeder Art von Überkopfarbeit. Das Paexo Neck lässt sich einfach mit dem Paexo Shoulder kombinieren und steigert dadurch effektive Entlastung von Nacken und Schulter. Auch dieser Entwicklungsprozess begleiteten die wissenschaftlichen Mitarbeitenden des Technischen Designs von Anfang und bezogen ihn in die User Experience Forschung ein. Durch verschiedene Einstellmöglichkeiten kann die innovative Nackenstütze für jeden Nutzer individuell angepasst und einfach innerhalb von wenigen Sekunden an- und ablegt werden. Das durchdachte und eindeutig signalisierte Interaktionskonzept unterstütz die intuitive und sichere Bedienbarkeit. Das Produkt ergänzt den Körper organisch, die durchbrochene Formensprache betont seinen federleichten Aufbau und unterstreicht die hohe Bewegungsfreiheit und den Tragekomfort des Produktes visuell.
-> Zur News des Technischen Designs der TU Dresden.


Bild ©TU Dresden, td| Ottobock Industrials: Exoskelett „Paexo Back“ im Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

12. Okt 2021

Supraschmierung verbannt Reibung aus Motoren

Damit Elektrofahrräder künftig mit einer Akkuladung weiter kommen als bisher und Industriemaschinen nicht mehr so viel Strom in Form von…

WEITERLESEN

17. Mrz 2020

Mit Gold gespickt

Forscherteam präsentiert neuartigen Sender für Terahertz-Wellen. Terahertz-Wellen werden in Wissenschaft und Technik immer wichtiger. Mit ihnen lassen sich Eigenschaften von…

WEITERLESEN

24. Apr 2017

Keramiken für kratzfeste, bruchsichere und biegsame…

Fünf Fraunhofer-Institute schlossen sich im internen Verbundprojekt CeGlaFlex (Prozesskette für formflexible, keramische und glasbasierte Schalt- und Displayelemente) zusammen, um den…

WEITERLESEN