27. Mai 2019

Die Sonne im Rhythmus der Planeten

Eine neue HZDR-Studie bekräftigt den Einfluss planetarer Gezeitenkräfte auf die Sonnenaktivität.

Es ist eine der großen Fragen der Sonnenphysik, warum die Aktivität der Sonne einem regelmäßigen 11-Jahres-Rhythmus folgt. Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) fanden nun neue Hinweise darauf, dass die Gezeitenwirkung von Venus, Erde und Jupiter das Magnetfeld der Sonne beeinflusst und den Sonnenzyklus steuert.

Für einen Stern wie die Sonne ist es an sich nicht ungewöhnlich, dass die magnetische Aktivität zyklisch schwankt. Allerdings können bisherige Modelle den sehr regelmäßigen Zyklus der Sonne nicht zufriedenstellend erklären. Dem Forscherteam des HZDR gelang es jetzt zu zeigen, dass die Gezeitenwirkung der Planeten auf die Sonne als eine äußere Uhr den entscheidenden Ausschlag für deren gleichförmigen Rhythmus gibt. Die Forscher verglichen dafür systematisch historische Beobachtungen der Sonnenaktivität über die letzten tausend Jahre mit Planetenkonstellationen. Sie wiesen statistisch die Kopplung der beiden Phänomene nach.

Erfahren Sie mehr zum Phänomen der Sonne im Rhythmus der Planeten in den Mitteilungen des HZDR und in der Fachzeitschrift Solar Physics


Foto ©NASA/GSFC/Solar Dynamics Observatory: Zwei aktive Regionen der Sonne, beobachtet mit dem Solar Dynamics Observatory im extremen UV-Licht. Geladene Teilchen folgen den Magnetfeldlinien und machen diese als Bögen sichtbar.

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