21. April 2020

3D-gestrickte Mund-Nasen-Masken – weitere Initiativen am ITM

Am 20. April nahm das ITM der TU Dresden seine Labore wieder in Betrieb. Sie waren als Schutzmaßnahme, um die COVID-19-Ausbreitung zu verringern, eine ganze Weile geschlossen worden – wie die gesamte TU Dresden. Aber nun entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre textile 3D-gestrickte Mund-Nasen-Maske intensiv weiter. Das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) möchte damit einen aktiven Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung leisten.

Hierfür intensivierte das Institut in den letzten Tagen die Kooperationen mit seinen Netzwerkpartnern. Gemeinsam mit der Textilmaschinenfirma H. Stoll AG & Co. KG aus Reutlingen und dem technologischen Know-how des ITM gelang es, weitere Varianten neuartiger, textiler 3D-gestrickter Mund-Nasen-Masken herzustellen. Am ITM können somit Mund-Nasen-Masken-Varianten mit unterschiedlichsten Materialkombinationen, die sich alle waschen und damit wiederverwenden lassen, anforderungs- und passformgerecht gefertigt werden. Je nach Materialzusammensetzung sind die Mehrwegmasken für Kochwäsche mit handelsüblichen Waschmitteln bzw. bei 60° mit Desinfektionswaschmittel geeignet. Bei den Masken kann wahlweise eine Tasche direkt im Fertigungsprozess integriert werden. In diese lassen sich zusätzlich Filterstrukturen eingelegen.

Die gestrickten Mund-Nasen-Masken sind intuitiv, schnell, unkompliziert im Handling und für Brillenträger geeignet. Außerdem können sie ohne Hilfe angelegt werden. Mit weiteren anforderungsgerechten Materialkombinationen können auch spezifische Eigenschaften, wie z. B. Atmungsaktivität, Tragekomfort und Hautverträglichkeit, gezielt eingestellt und in ersten freiwilligen Versuchsreihen mit Mitarbeitern des ITM getestet werden.

Das Team des ITM freut sich auf weitere Kooperationen mit Herstellern und Produzenten, um mit dem erarbeiteten Fachwissen, mit den Erfahrungen und seinem technologischem Know-how insbesondere die KMU der deutschen Textilindustrie zu unterstützen. Jetzt schon steht das ITM mit mehreren Industriepartnern in Kontakt, um die Technologie zur Fertigung von textilen 3D-gestrickten Masken schnell in die Serienproduktion zu überführen. Darüber hinaus arbeitet das Institut daran, die Masken zeitnah als zugelassene Schutzmasken anzubieten.

Um die Maskenvarianten mit verschiedenen Materialkombinationen weiter zu untersuchen und zu optimieren, stellten verschiedene Hersteller dem ITM Versuchsmaterialien kostenfrei zur Verfügung. Das ITM bedankt sich hierfür bei: EMS-CHEMIE AG, Gebrüder Otto GmbH & Co. KG, TWD Fibres GmbH und W. Zimmermann GmbH & Co. KG.

Erfahren Sie mehr über die 3D-gestrickten Masken in den ITM-News.

Foto ©Mirko Krziwon/ TUD-ITM: 3D-gestrickte Mund-Nasen-Masken – hergestellt auf einer Flachstrickmaschine am ITM der TU Dresden.

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