25. Juli 2019

Wie Urbakterien Uran & Co. ausbremsen

Mikroorganismen, die natürlicherweise in Salzlagerstätten siedeln, wandeln Schwermetalle in unlösliche Minerale um. Am Beispiel von Uran und Curium konnten Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) zeigen, dass diese „Biomineralisation“ bei niedrigen Konzentrationen der toxischen Schwermetalle vergleichsweise effektiv verläuft. Der natürliche Vorgang kann demnach die potenzielle Ausbreitung gelöster Metalle im Wirtsgestein Salz bremsen. Die Forschungsergebnisse sollen in die Sicherheitsbewertung künftiger Endlagerstätten für hochradioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken einfließen.

Die Details zu diesem Forschungsprojekt an Urbakterien, um radioaktiven Abfall sicherer zu lagern, erfahren Sie in den Mitteilungen des HZDR.


Foto ©HZDR/Juniks: Ein natürlicher Prozess im Salzgestein: Dresdner Radiochemiker konnten zeigen, dass spezielle Mikroorganismen – sogenannte Haloarchaeen (rosa) – radioaktive Schwermetalle in unlösliche Uranylphosphat-Minerale (grün) umwandeln und auf diese Weise die Ausbreitung der Stoffe verhindern. Diese Erkenntnis ist wichtig für eine mögliche Endlagerung radioaktiver Abfälle im Wirtsgestein Salz.

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