17. April 2019

Wenn Bedienelemente und Bauteil sich dru(e)cken

Ein exakt baugleiches Fahrzeug wird bei Premium-Automobilherstellern nur einmal pro Jahr gefertigt. Tendenz weiter sinkend. Zu individuell sind die Kundenwünsche nach bestimmten Ausstattungen wie Fahrer-Assistenzsystemen, Bedienelementen oder Innenraumbeleuchtungen. Deren Stromversorgung funktioniert bisher über Kabel, die aufwändig konfektioniert und als immer komplexere Kabelbäume von Hand verlegt werden müssen, beispielsweise in Autotüren. Die steigende Variantenvielfalt lässt sich so nicht mehr beherrschen. Eine Lösung haben jetzt Wissenschaftler des Fraunhofer IWU gemeinsam mit verschiedenen Partnern im Projekt GoBeyond 4.0 entwickelt: Leiterbahnen und Bedienelemente werden direkt auf die Bauteile gedruckt. So wird nicht nur die Flexibilität erhöht, auch das Gewicht des Endproduktes reduziert sich durch den Wegfall der Kabel deutlich.

Lesen sie mehr zu GoBeyond 4.0 in der Mitteilungen des Fraunhofer IWU.


Foto ©Fraunhofer IWU: Demonstrator »Funktionsdruck«: Das vom Fraunhofer IWU und verschiedenen Projektpartnern entwickelte Verfahren ersetzt u.a. das aufwändige Konfektionieren und Verlegen von Kabelbäumen, beispielsweise in Autotüren. Leiterbahnen und Sensoren werden stattdessen von einem Roboter auf die entsprechenden Komponenten der Tür gedruckt. Dies ermöglicht es, die Bauteile, individuell, schnell und effizient mit elektronischen Funktionen zu versehen.

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