22. Oktober 2018

Was haben Quantencomputer und der Urknall gemeinsam?

Um die Frage zu beantworten lohnt es sich tief in die Quantenphysik und lange zurück zu schauen. Lange zurück heißt in diesem Zusammenhang: bis zum Ursprung. So lassen sich die Ereignisse während der Entstehung des Weltraums zwar nicht direkt nachstellen, jedoch können Physiker die Teilchenbildung kurz nach dem Urknall mit einer Ionenfalle annähernd simulieren. Wie das funktioniert, erklären Ralf Schützhold vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), Christian Fey von der Universität Hamburg sowie Tobias Schaetz von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in etwa so: Am Anfang war die Welt wüst und leer. In den Augen eines theoretischen Physikers wie dem HZDR-Forscher und Professor an der TU Dresden, Ralf Schützhold, stimmt diese Aussage allerdings nur bedingt. Denn die Theorien erklären zwar, wie das Universum, das wir heute kennen, sich nach dem Urknall in einer Art Inflationsphase unvorstellbar rasch vergrößerte. „Nur war das Vakuum in diesen ersten winzigen Bruchteilen von Sekunden nicht völlig leer, sondern es gab dort Fluktuationen“, erklärt Schützhold eine nur schwer vorstellbare Aussage der Quantenfeldtheorie.

WEITERLESEN: Erfahren Sie mehr dazu, wie die Wissenschaftler mit Hilfe der Quantenphysik die Entstehung des Universums nachahmen wollen beim HZDR und im Fachartikel in der Fachzeitschrift „Physical Review A“.

 

Foto ©NASA/ESA/S. Beckwith(STScI) and The HUDF Team: Rund 10.000 Galaxien sind auf diesem Bild der Hubble-Mission zu sehen. Das umfangreichste Porträt des sichtbaren Universums zeigt auch die ersten Galaxien, die kurz nach dem Urknall entstanden sind.

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