12. Juli 2019

Vielfältig und preiswert: Alternative Pulver für die additive Fertigung von Stählen

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden verarbeitete und testete erfolgreich ein neuartiges Eisenpulver. Mit diesem Pulver können eine der Kostenfragen bei der additiven Fertigung beantwortet und neue Möglichkeiten erschlossen werden.

Bisher verwendete man für die additive Fertigung in den pulverbettbasierten Verfahren „Selektives Elektronenstrahlschmelzen (SEBM)“ und Selektives Laserschmelzen (SLM) ausschließlich sphärische Pulver, die durch Inertgasverdüsung hergestellt werden. Dadurch liegen die Preise bedingt sehr hoch. Mit der neu erprobten Herstellungsmethode lassen sich Preise für Eisenpulver erzielen, die nur etwa 10 % der aktuellen Kosten betragen. Auch für andere Werkstoffe existieren preiswerte Alternativen, so z. B. HDH-Titanpulver.

Das Fraunhofer IFAM in Dresden zeigte nun mit einer Machbarkeitsstudie zur Verarbeitung durch SEBM, dass mit diesem Eisenpulver formstabile Bauteile gefertigt werden können. Trotz der unregelmäßigeren Partikelform und der erwartbaren schlechteren Fließfähigkeit im Vergleich zu gasverdüsten Pulvern ist dieses Eisenpulver damit eine echte Low-Cost-Alternative. Weiterhin wiesen die IFAM-Forscher wiederholt nach, dass das SEBM-Verfahren in Bezug auf Variationen der Fließfähigkeit des Pulvers sehr robust ist.

Lesen Sie mehr zum vielfältigen und preiswerten Pulver für die additive Fertigung von Stählen in den Mitteilungen des Fraunhofer IFAM Dresden.

Foto ©Fraunhofer IFAM Dresden: Demonstratorbauteil aus Eisenpulver, gefertigt durch Selektives Elektronenstrahlschmelzen (Design aus Agent-3D).


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