3. Juni 2019

Trocken statt flüssig: neues Verfahren für E-Autobatterien

Dresdner Trockenelektrodentechnologie sorgt für ein umweltfreundliche, preiswertere Batteriezellproduktion.

Bessere und kostengünstigere Produktionsmethoden für Energiespeicher sind in Deutschland zunehmend gefragt: Alle großen Automobilhersteller legten ehrgeizige Elektrofahrzeugprogramme auf, die für eine stark steigende Batterienachfrage sorgen werden. Bisher kaufen die deutschen Unternehmen die Zellen dafür in Asien ein. Das hat vor allem zwei Gründe: Erstens, asiatische Technologiekonzerne verfügen über jahrzehntelange Erfahrungen in der Massenproduktion von Batteriezellen. Zweitens, in diesen Prozessen wird viel Energie verbraucht. Das macht die Fertigung an Standorten mit hohen Strompreisen wie Deutschland kostenintensiv.

Um Batterien daher künftig preisgünstiger und umweltschonender herzustellen, entwickelten Forscher am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden ein neues Produktionsverfahren. Dabei beschichten sie die Elektroden der Energiespeicherzellen mit einem trockenen Film statt mit flüssigen Chemikalien. Das spart Energiekosten und macht giftige Lösungsmittel in diesem Prozessschritt überflüssig. Ein finnisches Unternehmen erprobt die neue IWS-Technologie bereits erfolgreich in der Praxis.

Erfahren Sie mehr zur Dresdner Trockenelektrodentechnologie für die umweltfreundliche Batteriezellproduktion in den Mitteilungen des Fraunhofer IWS.

Foto ©Fraunhofer IWS: So sehen die mit der neuen Trockentransfertechnologie beschichteten Elektroden aus. Mit dem Verfahren des Fraunhofer IWS lassen sich Batterieelektroden ohne den Einsatz von giftigen Lösungsmitteln bereits im Pilotmaßstab herstellen.


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