16. Februar 2017

Tessy: Intelligente Bauteile melden selbst frühzeitig ihre Schäden

Im Forschungsvorhaben Tessy entwickeln Wissenschaftler des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM), des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) und des Instituts für Aufbau- und Verbindungstechnik der Elektronik (IAVT) der TU Dresden textilbasierte Sensorsysteme, um hochbelastete Bauteile sicher zu überwachen. Aus Sicherheitsgründen werden diese in der Regel deutlich größer dimensioniert, um eventuellen Überbelastungen vorzubeugen. Dies ist rohstoff- und kostenintensiv.

Die neuartigen Sensorsysteme aus leitfähigen Kohlestofffasern werden direkt in die Bauteile integriert. Über die Messung des elektrischen Widerstands der leitfähigen Fasern kann die Beanspruchung des Bauteils und damit dessen Schadstellen präzise ausgelesen werden. Schäden können somit nicht nur genau lokalisiert, sondern auch früher erkannt werden. Reparaturkosten, -aufwand und eine Überdimensionierung der Bauteile aus Sicherheitsgründen können derart reduziert werden. Das spart Ressourcen, Energie und senkt den CO2-Ausstoß.

Im vom BMWi geförderten Projekt planen die Wissenschaftler zwei Demonstratoren für die Brachen Automotiv und Medizintechnik zu entwickeln und ihre Potenziale umfassend zu validieren. Wie dies im Detail geschehen soll, lesen Sie in den News der TU Dresden.

 

Foto ©Steffen Weigelt: Besondere Herausforderungen bei der Fertigung von Bauteilen entstehen beispielsweise im Wickelverfahren durch die Notwendigkeit einer schädigungsfreien Integration sensorischer Kohlenstofffasern.

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