15. November 2018

Sensoren verleihen uns den magnetischen Sinn

Während viele Vögel das Magnetfeld der Erde wahrnehmen und zur Orientierung einsetzen können, fehlt Menschen diese nützliche Fähigkeit – bisher zumindest. Denn Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) haben einen elektronischen Magnetsensor entwickelt, der so empfindlich ist, dass er allein über die Interaktion mit dem Erdmagnetfeld die Bewegungen eines Körpers im Raum bestimmen kann. Da der Sensor hauchdünn und flexibel biegbar ist, lässt er sich problemlos auf der Haut tragen, was sie so gewissermaßen in einen Kompass verwandelt. Diese „elektronische Haut“ könnte nicht nur bei Problemen mit der Orientierung helfen, sondern auch den Zugang zur virtuellen Realität vereinfachen. Die Ergebnisse erscheinen nun in der Zeitschrift Nature Electronics (DOI: 10.1038/s41928-018-0161-6).

WEITERLESEN: Erfahren Sie mehr zur „elektronischen Haut“ auf der Seite des HZDR.

 

Foto ©HZDR/G.S. Cañón Bermúdez: Nur eine hauchdünne, goldene Folie auf dem Mittelfinger: Das ist alles, was Dresdner Forscher brauchen, um einen virtuellen Panda mit Hilfe des Erdmagnetfelds zu steuern. Bewegt sich die Hand nach links, hin zum magnetischen Norden, schlägt auch das Tier diese Richtung ein (a). Eine Verschiebung nach rechts lässt ihn in die Gegenrichtung wandern (b). Bei einer Bewegung zur Mitte orientiert sich der Panda wiederum leicht nach links (c).

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