15. Oktober 2018

Recycling von Seltenen Erden

Seltenen Erden, die in jedem Smartphone, in Plasmabildschirme, Energiesparlampen, Generatoren von Windkraftanlagen oder Elektromotoren für Autos mit Hybrid-Antrieb stecken, sind äußerst kostbar. Sie kommen jedoch fast ausschließlich in China vor. Die Abhängigkeit von Rohstofflieferungen sowie politischen Begebenheiten macht ihre Verfügbarkeit stets unsicher. Auch im Sinn der Nachhaltigkeit im Umgang mit unserer Umwelt ist es mehr als essentiell, Recyclingverfahren zu entwickeln, die Wertstoffe zurückzugewinnen.

Genau dies ist eines der Ziele der HZDR-Nachwuchsforschergruppe „BioKollekt“ um Dr. Franziska Lederer. Die Forscher entwickeln ein innovatives Recyclingverfahren nach dem Vorbild der Bakteriophagen, um Seltene Erden beispielsweise aus ausgedienten Energiesparlampen zu extrahieren und sie erneut in Produkten zu verarbeiten. Bei Seltenen Erden bleibt die Entwicklung jedoch nicht stehen. Denn die Methode eignet sich auch um Metalle wie Kupfer und Gold aus dem Abraum von Bergwerken zu gewinnen, Styropor zu separieren oder Plastik zu sortieren. Möglicherweise könnte die Technologie in naher Zukunft das „echte“ Kunststoffrecycling einleiten. Die Richtung ist jedenfalls klar: „Unser Ziel ist es, mit unserer innovativen Technologieplattform das Recycling erheblich zu verbessern,“ meint Dr. Lederer, auch wenn die Forschung augenblicklich noch am Anfang steht und der Praxistest noch einige Zeit dauern wird.

Erfahren Sie mehr zu dieser neuen Recyclingmethode im Presseportal des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR).

 

Foto ©André Wirsig/HZDR: Dr. Franziska Lederer leitet seit Anfang Oktober 2018 die Nachwuchsgruppe „BioKollekt“ am HZDR.

 

 

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