3. April 2019

Schlüsselkomponente für Batterien der Zukunft

Wissenschaftler des Fraunhofer IWS um Dr. Holger Althues haben ein innovatives Verfahren zur kosteneffizienten Herstellung dünner Lithiumanoden aus geschmolzenem Lithium entwickelt. In dem vom BMBF geförderten Projekt „MaLiBa“ arbeitet das IWS mit hpulcas und der Prüfgesellschaft SGS sowie Wissenschaftlern um Prof. Dr. Jürgen Janek von der Justus-Liebig-Universität Gießen an der Lösung weiterer kritischer Probleme rund um dieses Konzept. Die wichtigste Neuerung liegt darin, ein Anodenverbund zu realisieren. Dieser besteht aus einer mittels Schutzschichten stabilisierten Lithiumschicht auf einer wenigen Mikrometer dicken Nickelfolie.

Lithium-Metall-Anoden gelten als Schlüsselelement für die Batteriesysteme der Zukunft. Sie ermöglichen die Maximierung der Energiedichte sowohl in Bezug auf das Zellvolumen als auch auf die Masse. Die Lithium-Metall-Anode wird bereits in Lithium-Schwefel-Zellen eingesetzt, um Werte in der spezifischen Energie von mehr als 400 Wattstunden pro Kilogramm zu erreichen. Die besten Lithium-Ionen-Batterie-Zellen erreichen im Vergleich dazu derzeit lediglich 250 Wattstunden pro Kilogramm. Darüber hinaus könnten Festkörperbatterien die volumetrische Energiedichte heutiger Lithium-Ionen-Batterien bei Verwendung der Lithium-Metall-Anode um mehr als 70 Prozent überschreiten.

Erfahren Sie mehr zur Lithium-Metall-Anode in den Mitteilungen des Fraunhofer IWS.


Foto ©Fraunhofer IWS Dresden: Mittels IWS-Schmelzabscheidung hergestellte Lithiumschicht auf Kupferfolie: Das Verfahren erlaubt bereits jetzt die Herstellung von Prototypzellen mit 5 bis 30 Mikrometer dünnen Lithiumanodenschichten.

Das könnte Sie auch interessieren

27. Nov 2019

Nährstoffrecycling aus organischen Reststoffen

Wachstumskern abonocare® erfolgreich gestartet.In der Landwirtschaft werden große Mengen an Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor benötigt, um ausreichend Hektarerträge zu…

WEITERLESEN

13. Sep 2019

Multi-Material-Design preisgekrönt

Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden erhält…

WEITERLESEN

01. Aug 2019

Strom aus Stoff

LKW-Planen als Stromerzeuger? Neuartige textile Solarzellen von Fraunhofer-Forschenden aus Dresden machen es möglich: Über sie könnten die Anhänger den benötigten…

WEITERLESEN