28. Juli 2018

ReLei: Recycling von Carbonfasern

Wenn gebrauchte Kohlenstofffasern und altes Spritzgießgranulat neue Aufgaben erfüllen, wird Recycling groß geschrieben. So gelang es nun Forschern des ILK der TU Dresden im industriellen Partnerverbund innerhalb des Technologieprojekts FOREL-ReLei ein Technologiekonzept samt Demonstrator aus recyceltem Carbon und Spritzgießgranulat zu entwickeln. Die Projektleitung bei ReLei hat die ElringKlinger AG inne.

Umgesetzt und evaluiert wurde das Konzept an einem Rückwandoberteil einer Fahrzeugkarosserie. Was als äußerst komplexes Bauteil gilt, da es hohe Ansprüche an die Gesamtsteifigkeit stellt und lokal erhebliche mechanische Lasten aufnehmen muss. Diese betreffen unter anderem die Verankerung eines Gurtaufrollers, mehrerer Kindersitzbefestigungen und Vorrichtungen für Bass-Lautsprecher mit seinen hohen akustischen Anforderungen.

Die neu entwickelte Fertigungstechnologie ermöglichte die Aufteilung der Bauteilstruktur in verschiedene Funktionsbereiche unterschiedlicher Belastungsklassen. Je nach Belastung konnte auf kostengünstiges recyceltes Spritzgießmaterial oder Hybridvliese aus wiederaufbereiteten Kohlenstofffasern zurückgegriffen werden. Der Einsatz teurer Neumaterialien beschränkte sich damit auf lokal begrenzte Organoblech-Verstärkungen. Damit reduzierten die Wissenschaftler den Verbrauch des Neumaterials auf circa 20 und steigerten den Anteil an Recyclingmaterial auf circa 80 Prozent. Darüber hinaus integrierten Sie die stoffliche Verwertung der Demonstratorstruktur und Strategien für eine effektive Demontage in ihr ReLei-Projektvorhaben.

Mehr Details zur Fertigung von neuen Bauteilen aus Recyclingmaterial lesen Sie in der Pressemitteilung des ILK. Außerdem stellen die Forscher ihre Ergebnisse auf dem FOREL-Kolloquium am 03. / 04.09.2018 in Dresden öffentlich vor.

 

Foto ©Diana Wolfrum, TU Dresden, ILK:  ReLei-Technologiedemonstrator aus recycelten Carbonfasern.

 

 

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