9. Mai 2017

Neues Lichtabsoptionsprinzip von Graphen entdeckt

Vom in der Fachsprache unter „Ausbleichen“ bekannten Mechanismus von Graphen könnten Kurzpuls-Laser für die industrielle Materialbearbeitung profitieren.

Graphen wird in der Lasertechnik als Absorber eingesetzt, der Licht, beispielsweise Infrarotstrahlung bis zu einer bestimmten Intensität absorbiert. Wird diese Intensität überschritten, bleicht Graphen aus. Das heißt, es wird durchlässig und lässt das Licht in Form eines intensiven, ultrakurzen Laserpulses passieren. Nach diesem kurzen Impuls wird Graphen wieder „dicht“. Der Prozess beginnt von Neuem, erläutern Dr. Stephan Winnerl und Dr. Jacob König-Otto vom Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). Diese Erkenntnisse helfen, Lichtabsoptionsmechnismen besser zu verstehen und führen dazu leistungsfähigere Absorber zu konstruieren.

Mehr zur Entdeckung und wie Frequenzen mit Graphen vervielfacht werden können, lesen Sie auf den Seiten des HZDR und im Fachmagazin Nature Communication.

 

©Foto: HZDR / O. Killig: Für einen Teil ihrer Experimente nutzten die Dresdner Forscher auch den Freie-Elektronen-Laser FELBE am HZDR-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen ELBE. Mit den intensiven Lichtblitzen der Anlage lassen sich Materialzustände auf atomarer Ebene untersuchen.

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