23. Juni 2020

Neue VDI-Richtlinie für die Additive Fertigung von keramischen Bauteilen

Additive Verfahren ermöglichen die Fertigung von komplexen, multifunktionalen Keramikkomponenten. Zur Etablierung von Standards für die Produktplanung und Konstruktion hat das Fraunhofer IKTS gemeinsam mit weiteren Fachleuten die neue VDI-Richtlinie »Additive Fertigungsverfahren – Gestaltungsempfehlungen – Bauteile aus keramischen Werkstoffen« erarbeitet.

Die Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1 ermöglicht anhand von tabellarischen Übersichten und Grafiken den Vergleich keramischer Materialien miteinander und mit Metallen. Aufbauend auf den für keramische Werkstoffe allgemeinen Gestaltungsempfehlungen gibt die Richtlinie spezifische Empfehlungen für die additive Fertigung keramischer Bauteile. Dabei werden die Besonderheiten aller additiven Fertigungsverfahren, die die Herstellung von Keramikbauteilen ermöglichen, diskutiert und Konstruktionsempfehlungen gegeben.

»Wir konnten hierbei unsere langjährigen Erfahrungen in den Bereichen Binder Jetting (CerAM BJ), thermoplastische Materialextrusion (CerAM FFF), Multimaterial Jetting (CerAM MMJ) und der badbasierten Photopolymerisation (CerAM VPP) einbringen«, erklärt Uwe Scheithauer vom Fraunhofer IKTS.

Die Richtlinie wendet sich an Personen aus Konstruktion und Produktentwicklung, die die Eigenschaften von keramischen Materialien nutzen und mit den Gestaltungsfreiräumen von additiv gefertigten Bauteilen kombinieren wollen. Es werden weder tiefergehende Vorkenntnisse auf dem Gebiet der Keramikproduktion noch auf dem Gebiet der additiven Fertigung vorausgesetzt: »Die VDI-Richtlinie vermittelt auch den Leuten, die bisher noch keine Erfahrungen mit keramischen Werkstoffen haben, grundlegende und verfahrensspezifische Gestaltungsrichtlinien für additiv gefertigte keramische Bauteile«, betont Uwe Scheithauer.
-> Zur News des Fraunhofer IKTS.

Registrieren Sie sich noch heute zur digitalen AM Ceramics meets Ceramitec Conference am 16. und 17. September 2020 (kostenfrei)!
AM Ceramics meets ceramitec conference DIGITAL


Foto ©Fraunhofer IKTS: Die additive Fertigung eröffnet geometrische Freiräume bei der Konstruktion von Bauteilen aus keramischen Werkstoffen.

Das könnte Sie auch interessieren

25. Mai 2020

Sieben auf einen Puls

Neues Material fungiert als effizienter Frequenz-Vervielfacher. Höhere Frequenzen gleich schnellerer Datentransfer und leistungsfähigere Prozessoren. Diese Formel prägt seit Jahren die…

WEITERLESEN

08. Okt 2018

Materialforschung preisgekrönt

Die beiden Doktorandinnen, Himani Arora und Leila Balaghi, vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) wurden im cfaed-Wettbewerb um das schönste Wissenschaftsbild mit…

WEITERLESEN

28. Sep 2018

Technisches Design im Excellenzcluster CeTI beteiligt

Das neue Excellenzcluster CeTI ist eins der drei geförderten Cluster der TU Dresden. In der Antragserstellung unterstützten das Technische Design…

WEITERLESEN