13. Juli 2017

Multi-Material-3D-Druck: MM3D-Demonstrator für Multi-Material-Leichtbaustrukturen

Das richtige Material an der richtigen Stelle bei komplexen Bauteilstrukturen – das gelingt nur mit einem Multi-Material-Design (MMD). Ein solches Design können Anwender aber nur wirtschaftlich nachhaltig mit geeigneten Fertigungstechnologien für unterschiedliche Produktionsmengen nutzen.

Im Forschungsvorhaben „MM3D – Generative Fertigung von Multi-Material-Leichtbaustrukturen und -Werkzeugsystemen“ entwickeln Wissenschaftler des ILK und IWM der TU Dresden gemeinsam mit sächsischen Unternehmen genau solche neuartigen 3D-Druck-Fertigungsverfahren für die optimale Kombinationen unterschiedlicher Materialien. Denn bislang gelingt es kaum MMD-Leichtbauteile, etwa eine Faserverbund-Metall-Hybridstruktur, generativ zu fertigen. Sie werden jedoch im Leichtbau für die neuartige Bauweisen ressourcenschonender Hightech-Produkte benötigt.

Die traditionellen Polymer-3D-Druck-Verfahren generieren augenblicklich nur Bauteile mit begrenzten mechanischen Eigenschaften. So kann das Bauteil zwar geometrisch abgemustert, jedoch nicht im Einsatzfall getestet werden. Damit Unternehmen tatsächlich ohne Investitionskosten ein MMD-Musterbauteil mit späteren Serieneigenschaften anbieten können, fehlen kostengünstigen, generativen Herstellungsmethoden. Das Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft nimmt sich daher zum Ziel, generative Fertigungstechnologien für Multi-Material-Leichtbaustrukturen mit anwendungsgerechtem, strukturmechanischem Eigenschaftsprofil sowie zugehörige Werkzeugtechnologien an einem MM3D-Demonstrator zu erforschen und zu erproben. Die Forschungsergebnisse werden nebenbei innerhalb einer „Shared Factory“ unternehmensübergreifend verwertet.

Das Projekt „MM3D“ ist Teil des Programms „InnoTeam“ und wird von der Sächsischen Aufbaubank GmbH unterstützt. Gefördert wird es durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen. Neben dem ILK und IWM der TU Dresden gehören dem Projektkonsortium die acht sächsische KMUs AUMO GmbH, CREAVAC – Creative Vakuumbeschichtung GmbH, GK Concept GmbH, Leichtbau-Systemtechnologien KORROPOL GmbH, SEs Solutions GmbH, SURAGUS GmbH, tyclipso.net und Qpoint Composite GmbH an.

Erfahren Sie mehr zum Vorhaben in der Pressemeldung des ILK.

 

Das könnte Sie auch interessieren

21. Jan 2019

RADIATE - Vereinfachter Zugang zu Europas…

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) koordiniert seit kurzem das EU-Projekt RADIATE, in dem 18 europäische…

WEITERLESEN

11. Okt 2017

Fused Filiament Fabrication in der Metallverarbeitung

Was bisher nicht möglich war, ist dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden nun…

WEITERLESEN

16. Feb 2017

Tessy: Intelligente Bauteile melden selbst frühzeitig…

Im Forschungsvorhaben Tessy entwickeln Wissenschaftler des Instituts für Textilmaschinen…

WEITERLESEN