Material Demo Lab (MDL)

Das Material Demo Lab startet durch Kollaboration aus der Vogelperspektive

Dresden bedient als Forschungsstandort speziell im Bereich der Materialwissenschaft ein breites Spektrum verschiedener Disziplinen. Um diese Vielfalt stärker in den Fokus zu rücken und die interdisziplinäre Kollaboration gezielt zu fördern, wurde das Material Demo Lab (MDL) ins Leben gerufen. Träger ist der Materialforschungsverbund Dresden e.V., in dem die Kompetenzen von 14 universitären und außeruniversitären Forschungsinstituten gebündelt werden. Methodisch werden sie von der Fachhochschule Dresden und der Professur für Technisches Design der TU Dresden (td) begleitet. Sie sind Experten bei der Konzeption von Workshops zur erlebens- und nutzerzentrierten Entwicklung technischer Produkte und Systeme.

Im MDL entwickeln MaterialwissenschaftlerInnen verschiedener Fachrichtungen Demonstratoren, um ihre Forschungsarbeit für die Öffentlichkeit und Industrie erfahr- und begreifbar zu machen. An dem ersten Durchlauf des Programms nehmen 8 WissenschaftlerInnen teil und entwickeln innovative Lösungskonzepte für die Überwachung von Industrieanlagen, öffentlichen Infrastrukturen und Gewässern mittels autonom agierender Flugobjekte.

Die Herausforderung besteht darin, die einzelnen Forschungskompetenzen gezielt auf die Anforderungen von Kunden und Nutzern auszurichten und so einen bestmöglichen Transfer in die Industrie zu ermöglichen.

Das Konzept beruht auf fünf Präsenzworkshops zur praktischen Demonstrator-Entwicklung und ergänzenden, virtuellen Formaten in denen die Forschenden einen tieferen Einblick in die angewandten Methoden erhalten und ihre bisherigen Ergebnisse gemeinsam evaluieren und ergänzen können.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.


Discover – Horizonte erweitern

Im ersten Workshop wurden mit besonderem Blick auf die Kompetenzen der WissenschaftlerInnen Szenarien entwickelt, in denen ihre materialwissenschaftlichen Forschungsergebnisse und Innovationen zukünftig Anwendung finden können.

So stellten sich gleitfliegende Drohnen, die besonders energiesparend und mit verschiedener Sensorik zum Gefahrstoffmonitoring ausgestattet sind, als interessantes Gebiet heraus, auf dem nun weiterentwickelt wird. Diese Szenarien wurden vom Technischen Design (td) visualisiert und durch die Teilnehmenden ergänzt. Unter Beachtung des Technology Readyness Levels der einzelnen Forschungsgebiete wurden im virtuellen Format die Stakeholder identifiziert, die die Entwicklung der Technologien am stärksten beeinflussen. Diese konnten dann im nächsten Schritt mit Hilfe der Methode „Persona“ vertieft werden, um erste Bedarfe an den Demonstrator zu ermitteln.

Im kommenden Workshop unter dem Gesichtspunkt „Define“ werden die Anforderungen an den Demonstrator erarbeitet und die Umsetzbarkeit geprüft.