9. Dezember 2018

Kristallstruktur der besonderen Art

HZDR-Forscher erzeugen ungewöhnliche Kristallstruktur

Schaut man sich das Gitter von Kristallen an, herrscht in vielen Fällen eine ausgesprochene Symmetrie: Egal wohin man blickt – die Atome sind in jede Richtung gleich angeordnet. Dieses Verhalten sollte eigentlich auch ein Kristall zeigen, den Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), der Universität Warschau und der Polnischen Akademie der Wissenschaften mit einem speziellen Verfahren hergestellt hatten: eine Verbindung aus dem Halbleiter Indiumarsenid, gespickt mit etwas Eisen. Doch das Material hielt sich nicht an die perfekte Symmetrie. Das Eisen bildete im Kristall zweidimensionale, scheibenförmige Strukturen aus, die dem Material eine prägnante Eigenschaft verliehen: Es wurde magnetisch. Langfristig könnte das Ergebnis für das Verständnis von Supraleitern wichtig sein.

Erfahren Sie mehr über diese ungewöhnliche Kristallstruktur in den Neuigkeiten des HZDR.

 

Foto ©HZDR/S. Zhou: Mit Hilfe von Lasern konnten Forscher aus Deutschland und Polen eine ungewöhnliche Verbindung aus Indiumarsenid und Eisen herstellen. Anders als erwartet bildete die Verbindung – hier als schwarze Streifen zu erkennen – in der Kristalloberfläche entlang einer Achse eine lamellenartige Struktur.

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