24. April 2017

Keramiken für kratzfeste, bruchsichere und biegsame Touch-Screen-Displays

Fünf Fraunhofer-Institute schlossen sich im internen Verbundprojekt CeGlaFlex (Prozesskette für formflexible, keramische und glasbasierte Schalt- und Displayelemente) zusammen, um den Displaymarkt um neue hauchdünne, äußerst robuste und individuell formbare Displays zu bereichern. Denn das Problem der heutigen Markbeschreiter besteht nach Meinung von Christian Kalupka, Experte für Ultrakurzpulslaser am Fraunhofer ILT, darin, dass gehärtete Gläser nicht die nötige Formflexibilität besitzen, während gut formbare Kunststoffe sehr leicht verkratzen. Benötigt wird also eine transparente, kratzfeste und zugleich formbare Keramik, die als Schutz für tragbare Elektronik dient.

Bis 2020 läuft das Projekt zur marktorientierten strategischen Vorlaufforschung unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS übernimmt darin die Entwicklung der dünnen hochtransparenten Keramiken, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT entwirft die Verfahren zur Endbearbeitung der Oberflächen und Kanten der Keramiken. Für die Prozesse der Laserbearbeitung der Materialien zeichnet das Fraunhofer ILT verantwortlich, während sich das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale) um die Prüfmethoden zur Qualitätscharakterisierung der Keramiken kümmert. Das Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP baut schließlich die marktfähigen Demonstratoren auf und setzt die Verfahren und Prozesse im Pilotmaßstab um.

Lesen Sie mehr zum Projekt, den Aufgaben und Partner in der Pressemitteilung des Fraunhofer ILT.

 

Foto ©Fraunhofer FEP, Dresden: Formsache: Im Fraunhofer-Verbundprojekt CeGlaFlex entstehen extrem dünne, leicht verformbare, Schutzcover für OLEDS im Rolle-zu-Rolle Verfahren.

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