12. Juni 2020

Innovationskraft steigern für eine moderne Wirtschaft

Mit 40 Lösungen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unterstützt das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU produzierende Unternehmen bei der Bewältigung der Coronakrise. »Jetzt die eigene Innovationskraft zu erhöhen, ist die beste Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. Damit schafft sich die deutsche Wirtschaft die besten Voraussetzungen, um optimal vom Konjunkturpaket zu profitieren. Wir bieten mit unserer Aktion »Produktion jetzt!« anwendungsreife Lösungen dafür. Sie sind schnell verfügbar und werden den jetzt notwendigen Modernisierungsschub vorantreiben.«, sagt Prof. Dr.-Ing. Welf-Guntram Drossel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IWU. Die Aktion zielt ab auf Innovationen im gesamten Spektrum der Produktion, angefangen bei neuen Materialien, über effiziente Produktionstechnologien und Maschinen, bis hin zur Optimierung von Prozessketten und ganzer Fabriken. Denn der Wirtschaftseinbruch aufgrund der aktuellen Situation ist deutlich spürbar. Schon im April haben die deutschen Maschinenbauunternehmen ein Drittel weniger Aufträge verzeichnet als im selben Monat des Vorjahres. Der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie brach im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel ein. Auch die Automobilzulieferer sind stark betroffen: Allein in Sachsen musste rund ein Drittel der Unternehmen im März und April zwischen 40 und 80 Prozent weniger Umsatz als erwartet hinnehmen.

»Wir sehen es wie das Hightech-Forum der Bundesregierung: Um diese Herausforderungen zu meistern, müssen zukunftsweisende Technologien und Spitzenforschung schnell zur Anwendung gebracht werden. Wenn Unternehmen jetzt Investitionen für Innovationen vorziehen und beschleunigen, kommt die Wirtschaft wieder schneller in Schwung.«, erläutert Professor Drossel.

»Produktion jetzt!«: 40 Zukunftstechnologien für den Aufschwung

Mit der Aktion »Produktion jetzt!« stellt das Fraunhofer IWU 40 Innovationen zur Kostensenkung und zur Steigerung der Produktivität vor. Sie sind sofort in Unternehmen einsetzbar und erhöhen unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit.

So steht beispielsweise für die Optimierung bestehender Technologien ein Ultraschall-Schwingsystem für Bohr- und Fräswerkzeuge zur Verfügung, das die Bearbeitung von Metallen wesentlich erleichtert. Der Clou: bestehende Bearbeitungszentren lassen sich damit ohne großen Aufwand nachrüsten.

Exemplarisch für die effizienten Eigenentwicklungen des Institutes steht das »SEAM-Verfahren« und der darauf basierende weltweit schnellste Industrie-3D-Drucker für Hochleistungskunststoffe.

Hersteller und Anwender von Maschinen und Systemen profitieren ebenfalls von den konkreten Lösungen: Mit der vorausschauenden Instandhaltung beispielsweise können vielfältige Zustandsgrößen von Maschinen und Anlagen erfasst und zentral ausgewertet werden.

Eine in Ausstattung und Größe wohl weltweit einzigartige Klimazelle erlaubt Untersuchungen thermischer Effekte auf Komponenten und ganze Maschinen.

Auch komplexe Prozessketten und ganze Fabriken stehen im Fokus: Vom intelligenten Energiemanagement mit aktiver Teilnahme an Energiemärkten bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme ganzer Produktionsanlagen.

Ausführliche Erläuterungen zu diesen und allen weiteren technischen Lösungen finden Sie unter »Produktion jetzt!«.

Webinare für die industrielle Produktion

Zur Aktion »Produktion jetzt!« gehören darüber hinaus Webinare und Online-Fortbildungen, in denen die Expertinnen und Experten des Fraunhofer IWU Unternehmen und Branchenverbänden ausgewählte Anwendungen näherbringen – beispielsweise für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration, für den Leichtbau durch den gezielten Einsatz von Aluminiumschäumen oder für die effiziente Analyse von Produktionsdaten.

Erfahren Sie hier mehr über die angebotenen Seminare. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie außerdem auf den Seiten und in der Mitteilung des Fraunhofer IWU.


Foto ©Ines Escherich/Fraunhofer IWU: Management von Energie- und Datenströmen.

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