5. November 2019

Hochentropie-Legierungen für heiße Turbinen und unermüdliche Pressen

Eine neue Werkstoffklasse verspricht viele Innovationen in der Luftfahrt, im Turbinenbau und weiteren Industriezweigen: Hochentropie-Legierungen (HEL) sind Metalle, in denen sich fünf oder mehr Elemente in jeweils ähnlichen Anteilen atomar verbunden haben. Richtig designt, sind sie härter, hitzefester und leichter als Stahl, Aluminium und andere klassische Werkstoffe. Seit etwa 15 Jahren versuchen weltweit Ingenieure, diese innovativen Materialien zur Serienreife zu führen. Doch Hochentropie-Legierungen sind immer noch teuer und schwer zu verarbeiten.

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden lädt daher Experten zu einem Symposium im März 2020 ein, um zu zeigen, wie sie diese Probleme überwinden können. Zum Beispiel durch industriellen 3D-Druck, also »Additive Manufacturing«. Einen ersten Einblick gibt das Fraunhofer IWS mit dem Vortrag »High entropy alloys for Additive Manufacturing« am 21. November 2019, 14:15 Uhr, auf der »TCT Introducing Stage« während der Fachmesse »Formnext« in Frankfurt am Main.

Erfahren Sie mehr zu den Hochentropie-Legierungen, deren Spezifika und dem HEL-Symposium in den Mitteilungen des Fraunhofer IWS Dresden.


Foto ©Fraunhofer IWS Dresden: Erstmals druckten Wissenschaftler des Fraunhofer IWS 3D-Hochentropie-Demonstratorstrukturen, die aus der Cantorlegierung »CrMnFeCoNi« bestehen, mit dem Verfahren Fused Filament Fabrication (FFF). Die Bildmontage zeigt auf der Oberfläche ein Beispiel für eine besonders hochfeste, aus zwei Phasen bestehende Mikrostruktur als geplante Weiterentwicklung des Legierungssystems.

Das könnte Sie auch interessieren

09. Apr 2020

Neuartiges Hybridmaterial – ein effizienter Fotodetektor?

Digitalkameras, aber auch viele andere elektronische Anwendungen benötigen lichtempfindliche Sensoren. Um den steigenden Bedarf an solchen optoelektronischen Bauteilen zu decken,…

WEITERLESEN

09. Jan 2019

Mit Magnetismus volle Energie voraus

Leibniz IFW-Wissenschaftler verbessern die elektrische Ausbeute magnetischer Generatoren um Größenordnungen. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Festkörper und Werkstoffforschung Dresden (IFW) entwickelten…

WEITERLESEN

01. Jun 2017

Gewebte Metallzellen für den Leichtbau

Dr. Cornelia Sennewald vom ITM der TU Dresden wurde mit dem Bertha Benz-Preis 2017 für ihr neuartiges Verfahren zur…

WEITERLESEN