5. März 2019

Highspeed-3D-Drucker für Hochleistungskunststoffe

Die additive Fertigung großvolumiger Kunststoffbauteile ist zeitaufwändig und herausfordernd. Nun entwickelten aber Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU mit SEAM (Screw Extrusion Additive Manufacturing) ein System und Verfahren, das im Vergleich zum herkömmlichem 3D-Druck acht Mal schneller ist. Den schnellen 3D-Drucker können Besucher vom 1. bis 5. April 2019 auf der Hannover Messe am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 2, Stand C 22 in Aktion erleben.

Auf Messen werden sie gerne genutzt: 3D-Drucker, die kleine Souvenirs schichtweise aus geschmolzenem Kunststoff aufbauen. Bis zu einer Stunde kann es dauern, so ein Mitbringsel im Hosentaschenformat herzustellen. Dieses Verfahren ist viel zu langsam, um damit Bauteile in Großserien herzustellen, wie sie beispielsweise die Automobilindustrie benötigt. Ein System des Fraunhofer IWU ändert dies nun und hebt den 3D-Druck damit auf die nächste Stufe: Für die Fertigung eines 30 Zentimeter hohen Bauteils aus Kunststoff benötigt die Highspeed-Technologie lediglich 18 Minuten. Die IWU-Forscher haben es für die Additive Fertigung großvolumiger, belastbarer Kunststoffbauteile entwickelt. Werkzeughersteller, aber auch die Automobil- und Luftfahrtbranche profitieren von dem neuen 3D-Drucker, der eine achtfach schnellere Prozessgeschwindigkeit erreicht. Dazu wird das am IWU entwickelte Fertigungsverfahren SEAM eingesetzt. Doch wie erzielt SEAM die hohen Prozessgeschwindigkeiten? Dazu mehr in den Fraunhofer IWU-Mitteilungen.

 

Foto ©Fraunhofer IWU: Mit SEAM lässt sich die Additive Fertigung von Kunststoffbauteilen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um das Achtfache beschleunigen. Diese ultraschnelle Fertigungsgeschwindigkeit erreicht das Verfahren durch die Kombination von 3D-Druck mit dem Bewegungssystem einer Werkzeugmaschine.

 

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