20. März 2018

Gottfried Wilhelm Leibniz 2018 vergeben

Prof. Dr. Oliver G. Schmidt vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2018 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die DFG ehrt Prof. Schmidt mit dieser Auszeichnung für seine poinierhaften Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der aufgerollten Nanoröhrchen. Schmidt arbeitet dabei daran, selbstorganisierte, dreidimensionale Nanostrukturen auf einem Chip zu integrieren. Hierfür entwickelte er eine Technik, mit der er nanometerdünne Schichten so spannen kann, dass eine vielseitige Strukturierung der Materialien auch dreidimensional möglich ist. Seine grundlegenden Erkenntnisse erhielten und erhalten vielfach Einzug in konkrete Anwendungen, beispielsweise in die Herstellung von Mikromotoren, Ringresonatoren, optofluidischen Sensoren oder Kondensatoren, um nur einige zu nennen.

In seinem Forschungsbereich ist Schmidt dabei immer wieder ein „Grenzgänger“ und Netzwerker, denn er verbindet in komplexer Weise die Forscher unterschiedlichster Fachdisziplinen aus Physik, Chemie, Werkstoffwissenschaften, Elektronik und Mikrosystemtechnik, um mit ihnen gemeinsam einen Beitrag zu relevanten Erkenntnissen der Zukunft zu leisten.

Erfahren Sie mehr über die Forschungsschwerpunkt von Prof. Oliver Schmidt in der Bekanntgabe der DFG. Auf der Seite finden Sie auch ein Video, das Schmidts Arbeit an Nanostrukturen kurz erklärt.

Der Materialforschungsverbund Dresden e.V. (MFD) gratuliert Prof. Schmidt herzlich zu dieser Auszeichnung.

Foto © DFG: Prof. Dr. Oliver G. Schmidt

 

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