24. April 2019

Frustrierte Materialien unter Hochdruck

HZDR-Forscher modifizieren magnetisches Verhalten exotischer Materialien.

Nicht nur Menschen leiden ab und an unter Frust. Auch einige Kristalle zeigen Frustrationen. Und zwar immer dann, wenn ihre Elementarmagnete, die sogenannten Magnetspins, sich nicht korrekt ausrichten können. Cäsiumkupferchlorid (Cs2CuCl4) ist ein Paradebeispiel für frustrierte Materialien. In diesem Kristall sitzen die magnetischen Kupferatome auf einem Dreiecksgitter. Eine antiparallele Ausrichtung der Magnetspins funktioniert im Dreieck aber nicht. Genau diese geometrische Frustration fordert Physiker stark heraus, denn sie verspricht die Entdeckung neuer magnetischer Phänomene, die sich in Zukunft vielleicht sogar für Quantencomputer nutzen lassen. Um die Grundlagen besser zu untersuchen und zu verstehen, modifizierten Physiker vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mit Unterstützung japanischer und amerikanischer Kollegen nun die magnetische Kopplung mithilfe einer eleganten Messmethode.

Erfahren Sie mehr zu den „frustrierten Materialien“ wie dem Cäsiumkupferchlorid in den Mitteilungen des HZDR.


Foto ©Detlev Müller/HZDR: Frustrierter Magnetismus: Bei dem Kristall Cäsiumkupferchlorid (Cs2CuCl4), kurz CCC, sitzen die magnetischen Kupferatome auf einem Dreiecksgitter.

Das könnte Sie auch interessieren

19. Jun 2019

HZDR-Laserphysikerin trifft auf Nobelpreisträger

Wenn sich 39 Nobelpreisträger vom 30. Juni bis 5. Juli 2019 mit jungen Forschern aus aller Welt in Lindau am…

WEITERLESEN

20. Mrz 2018

Gottfried Wilhelm Leibniz 2018 vergeben

Prof. Dr. Oliver G. Schmidt vom Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2018 der 

WEITERLESEN

11. Okt 2017

Fused Filiament Fabrication in der Metallverarbeitung

Was bisher nicht möglich war, ist dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden nun…

WEITERLESEN