4. Mai 2017

Fraunhofer IKTS erhält den agra-Innovationspreis 2017

In der Kategorie „Ernährungswirtschaft“ wird André Wufka vom Fraunhofer IKTS für ein Verfahren zum effizienten Reststoffrecycling ausgezeichnet. Wufka und sein Team entwickeltenin Kooperation mit der Sachsenmilch Leppersdorf GmbH und der wks Technik GmbH ein Verfahren, mit dem sie aus „Abfallstoffen“ von Molkereien, genauer gesagt aus der Dünnschlempe, Biogas, Dünger und Frischwasser produzieren.

Die Dünnschlempe entsteht bei der alkoholischen Gärung und Destillation der Melasse – einem Reststoff bei der Molkeverwertung – zu Bioethanol. Die Forscher entwarfen nun einen geschlossenen Verwertungskreislauf, bei welchem die „Abfallprodukte“ recycelt und in dreifacherweise verwertet werden. Die organischen Substanzen der Dünnschlempe vergären zu Biogas, das anorganische Ammonium und Phosphat verarbeiten sie zu Langzeitdünger, der für Nutzpflanzen durch seinen Phosphorgehalt außerst wertvoll ist. Die von der Gärung überigen Stoffe trennen die Wissenschaftler per keramischer Nanomembranfilterung vom Wasser ab und produzieren so Frischwasser, das den Qualitätsanforderungen von Trinkwasser genügt und welches sie dem Kreislauf wieder zuführen können.

Das neu entwickelte Verwertungskonzept ist auch auf andere Reststoffkreisläufe übertragbar.
Mehr zum innovativen Verfahren, für das die Wissenschaftler mit dem agra-Innovationspreis 2017 geehrt wurden, erfahren Sie im unter:

 

Foto ©Fraunhofer IKTS: Das IKTS-Team um André Wufka hat gemeinsam mit der Sachsenmilch Leppersdorf GmbH und der wks Technik GmbH aus Dresden ein Verfahren entwickelt, mit dem Reststoffe aus der Milchverarbeitung fast vollständig stofflich und energetisch nutzbar gemacht werden können. Die Schlempe aus der Molkeverwertung (links) wird durch das Verfahren so aufbereitet, dass trinkbares Wasser (rechts) erzeugt wird. Dieses zurückgewonnene Wasser kann im Produktionskreislauf erneut als Frischwasser eingesetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

01. Sep 2018

Quantenkommunikation next step

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) und der Leibniz Universität Hannover (LUH) entwickelten gemeinsam eine optische Breitbandantenne,…

WEITERLESEN

16. Aug 2018

Industrielle Herstellung komplexer Magnesiumteile

Mehrere FOREL-Partner – FOREL steht für: Forschungs- und Technologiezentrum für ressourceneffiziente Leichtbaustrukturen der Elektromobilität – entwickelten im Projekt

WEITERLESEN

10. Jun 2018

Nanoelektronik: hocheffiziente Bauelemente für große Datenmengen

[video width="426" height="240" mp4="//www.mfd-dresden.com//app/uploads/2019/01/HZDR_Nanoelektronik-hocheffiziente-Bauelemente-für-große-Datenmengen2.mp4"][/video]   Video ©HZDR (Erstveröffentlichung Januar 2018): Mit den immer größeren Datenmengen der heutigen…

WEITERLESEN