18. Februar 2020

Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) mit Metallen fügen

Gemeinsam mit dem Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn entwickelt das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden eine Technologie für schädigungsarme, kraftflussgerechte FKV/Metall-Verbindungen. Sie basieren auf etablierten punktuellen Fügeverfahren wie Widerstandspunktschweißen (WPS) oder Clinchen.

Aufgrund ihrer hervorragenden mechanischen Eigenschaften und zunehmend effizienten Fertigungsprozesse gehören Faser-Kunststoff-Verbunde zum festen Bestandteil moderner Leichtbaukonzepte. Die belastungsgerechte Kombination der FKVs mit metallischen Werkstoffen sorgt für die nötige Wirtschaftlichkeit hinsichtlich Herstellungsaufwand, Leistungssteigerung und Gewichtsreduzierung.

Eine Hürde, FKVs nicht sereinmäßig einzusetzen, liegt bislang häufig an der Verfügbarkeit geeigneter Fügeverfahren. Zudem fordert die Industrie, trotz steigender Werkstoffvielfalt die Anzahl unterschiedlicher Fügeverfahren zu reduzieren.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ILK und LWF werden im Projekt metallische multifunktionale Schnittstellen (MFS) bereits während der Bauteilfertigung in eine Faser-Kunststoff-Verbund-Struktur integrieren. Anschließend kann das FKV-Bauteil mittels konventioneller punktueller Fügeverfahren prozesssicher mit Metall-Strukturen verbunden werden. Dieses neuartige Verbindungssystem soll den kostengünstigen, effizienten Einsatz von FKV-Strukturen in modernen Mischbauweisen durch Integration in bereits verfügbare Montageprozessketten für klassische Metallbauweisen ermöglichen.

Erfahren Sie mehr zum Projektvorhaben in den Nachrichten des ILK.


Foto ©TUD/ILK: Gemeinsam mit dem Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn entwickelt das ILK eine neue vorwettbewerbliche Technologie für schädigungsarme, kraftflussgerechte FKV/Metall-Verbindungen.

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