3. Juni 2019

Erze im Schaumbad

Kritische Rohstoffe wie Kupfer, Kobalt oder Seltene Erden sind von strategischer Bedeutung für die europäische Wirtschaft. Jedoch kommen viele dieser Metalle in ihren Lagerstätten als immer kleinere, fein verteilte Erzkörnchen vor – zu klein für die gängige Abtrennung durch Flotation. Außerdem bisher zu unwirtschaftlich aufgrund ihrer geringen Konzentration. Steigende Preise und die weltweit wachsende Nachfrage nach strategisch bedeutsamen Metallen erhöhen jedoch den Druck auch diese „unwirtschaftlichen“ Lagerstätte wirtschaftlich zu erschließen.

In dem Projekt FineFuture will ein Konsortium mit 16 Partnern aus Industrie und Wissenschaft daher die Phänomene bei der Flotation sehr feiner Mineralpartikel erforschen und neue technologische Lösungen dafür entwickeln.

„Das Thema Rohstoffe lässt sich nur auf europäischer Ebene bearbeiten“, betont Prof. Kerstin Eckert vom HZDR-Institut für Fluiddynamik, die das gesamte Projekt koordiniert: „Mit den im Konsortium gebündelten Kompetenzen haben wir die Chance, substanzielle Verbesserungen bei der Ausbringungs- und Verwertungsquote zu erreichen.“ In FineFuture arbeiten Partner aus insgesamt elf Ländern zusammen; sie wollen fortschrittliches Anlagendesign und Prozessinnovationen so kombinieren, dass die Verwertungsquote gegenüber dem heutigen Stand um 30 Prozent steigt. Effizientere Verfahren mit weniger Prozessschritten sollen zudem den Wasser- und Energieverbrauch sowie den Eintrag von Chemikalien in die Umwelt reduzieren.

Die EU fördert FineFuture, das auf drei Jahre angelegte ist, mit über 6,2 Millionen Euro. Die Projektkoordination liegt beim Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).

Erfahren Sie mehr über FineFuture, Flotation, Feinschaum und dem Schaumbad für Erze in den Nachrichten des HZDR.


Foto ©HZDR/Robert Möckel: Erzaufbereitung mit Schaumflotation: Dr. Martin Rudolph (Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie des HZDR) an der Pilotanlage in Freiberg.

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