1. Juli 2020

Early Morning Science mit Fraunhofer

Fraunhofer-Institutszentrum Dresden / 29.9.2020

Pressekonferenz

Dicke Schlagzeilen schon zum Frühstück schlürfen? Wir präsentieren Ihnen regelmäßig aktuelle Forschungshighlights aus den Dresdner Fraunhofer-Instituten vor Ort und im Livestream. Seien Sie dabei!
Save the date! 29.9.2020, 09:30–11.30 Uhr | Anmeldung ab 01.09.2020 


Die Themen

RadarGlass – Vom Autoscheinwerfer zum Radarsensor
Auf Grund des Einsatzes moderner Fahrassistenzsysteme ist die Verwendung der Radartechnologie im Automobilbereich ein unverzichtbarer Technologiebestandteil. Es existieren eine Vielzahl von Systemen zur adaptiven Geschwindigkeitsregelung, Spurwechselunterstützung, Kollisionsvermeidung und Fußgänger- und Radfahrererkennung, die den Weg hin zum autonomen Fahren ebnen. Durch den Einbau einer stetig wachsenden Zahl von Sensoren in Kombination mit der begrenzten Verfügbarkeit exponierter Messstellen ergibt sich die Problematik, dass kaum noch Bauraum für die Installation von Sensoren verfügbar ist. Gemeinsam mit Partnern entwickelt das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP im dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Projekt „RadarGlass“ (FKZ: 03VP03202 FEP) Radarsensoren, die in die Frontscheinwerfer eines Autos integriert werden können.
-> Vorgestellt vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP


Effiziente und massenfertigungstaugliche Elektroden für die Herstellung von Wasserstoff mittels alkalischer Elektrolyse
Der Energieträger Wasserstoff kann sehr effizient aus erneuerbaren Energien über Elektrolyse von Wasser produziert werden. In industriellen Elektrolyse-Anlagen sind Elektroden mit einer Gesamtfläche von mehreren hundert Quadratmetern verbaut. Erfahren Sie, wie das Fraunhofer IFAM für die Industrie massenfertigungstaugliche Elektroden entwickelt und qualifiziert.
-> Vorgestellt vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Dresden


Elektrolyse als Schlüsseltechnologie für CO2-arme industrielle Prozesse
Bis zum Jahr 2050 wird allein für Deutschland bei der Sektorenkopplung von einem Wasserstoffbedarf von ca. 400 TWh pro Jahr ausgegangen. Der Fokus liegt besonders auf grünem Wasserstoff, der mittels Elektrolyse unter Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt wird. Um solch hohe Wasserstoffbedarfe künftig abzudecken und somit ca. sechs Gigatonnen CO2 einsparen zu können, ist ein sehr starker Ausbau der Elektrolysekapazität erforderlich. Das IKTS entwickelt hierfür skalierbare und effiziente Stacks und Module für Elektrolyseure. Durch Einsatz von grünem Wasserstoff kann beispielsweise Kohle als Reduktionmittel zur Herstellung von Stahl ersetzt werden und CO2-Emissionen um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Darüber hinaus arbeitet das IKTS an anspruchsvollen Verfahrenskombinationen, bei denen Hochtemperaturelektrolyse und Fischer-Tropsch-Synthese gekoppelt werden, um unterschiedliche Grundmaterialien für die chemische Industrie klimaneutral herzustellen. Die Arbeiten werden unter anderem im Rahmen des Sofortprogramms für den Strukturwandel der Bundesregierung durchgeführt, um neue Perspektiven für die Kohleregionen zu entwickeln.
-> Vorgestellt vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS


Am laufenden Band: Brennstoffzellen mit Hochleistungswerkstoffen beschichten
Elektroautos, die binnen fünf Minuten vollgetankt sind, auf Reichweiten wie ein Diesel kommen und doch „sauber“ fahren – das gibt es nicht? Von wegen: Mit Wasserstoff betankte Brennstoffzellen-Autos schaffen das sehr wohl. Allerdings sind sie bisher noch selten und teuer. Neben Effizienzproblemen liegt das unter anderem auch an einer Kernkomponente: Goldbeschichtete Bipolarplatten (BiP) in Brennstoffzellen sind teuer und aufwendig in der Herstellung. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden und Dortmund, der deutsche Automobilkonzern Daimler und das finnische Stahlunternehmen Outokumpu Nirosta haben nun eine preiswerte Alternative für die schnelle Massenproduktion entwickelt. Statt mit Gold beschichten sie die Bipolarplatten hauchdünn mit Kohlenstoff.
-> Vorgestellt vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

-> Zur Einladung zum Early morning science mit Fraunhofer.

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