13. September 2018

Early Morning Science mit Fraunhofer – #FEMoS

Am 12.9.2018 luden nun mehr zum fünften Mal die Dresdner Fraunhofer-Institute zum „Early Morning Science mit Fraunhofer – #FEMoS“ ein und berichteten von ihren themenreichen Forschungsprojekten. Das Format „Early Morning Science mit Fraunhofer – #FEMoS“ ist als Presseinformation für die Lokal- und Fachpresse vor Ort angelegt und wird außerdem für die überregionale Fachpresse, Blogger, Wissenschaftler, für Wirtschaft, Industrie und alle Wissenschaftsinteressierte live übertragen.

Diesmal stellten die Fraunhofer-Institute FEP, IWS, IFAM und IKTS folgende Forschungsthemen vor:

Fraunhofer FEP: „Mit Virtual und Augmented Reality (VR/AR) zur Produktion der Zukunft“
Schutzhelme mit integrierten Mikrodisplays oder kombinierten Datenbrillen werden in naher Zukunft Produktionsstrecken überwachen, den Arbeiter über Gefahren informieren oder Lagerplätze einblenden. Das Fraunhofer FEP entwickelt dazu OLED-Mikrodisplays und Sensorik als Grundlage für intelligente Datenbrillen in Industrie 4.0, Medizin, Automotive oder Freizeit. Das jeweilige Displaykonzept und Parameter wie Auflösung, Pixelgröße und Zusatzfunktionen können je nach Anwendung zur Zustandsüberwachung, in der Logistik oder Produktion variiert und kombiniert werden. Die Bandbreite reicht von Mikrodisplays in extended-full-HD-Auflösung für VR/AR über extrem stromsparende Displays für Wearables.


Fraunhofer IWS: „Strukturierte Oberflächen reduzieren Reibung und Verschleiß“
Stehen glattpolierte Oberflächen wirklich für geringstmögliche Reibung und lange Standzeiten? Das Fraunhofer IWS verfolgt einen neuen Ansatz: gezielt in die Oberfläche eingebrachte Mikronäpfchen oder -rillen. Diese dienen als Schmiermittelreservoire und reduzieren die Reibung per »Aquaplaning-Effekt« um bis zu 25 Prozent. Die Forscher erzeugen die jeweils günstigste Struktur in beliebigen Materialien mit Ultrakurzpulslasern und minimieren so gegenläufige Nebeneffekte. Davon profitiert z. B. die Automobilbranche, in der sich reduzierte Reibung in direkte Ersparnisse übersetzen lässt.


Fraunhofer IFAM: „Alternatives Werkstoffkonzept zur umweltfreundlichen Herstellung von Aluminium“
Aluminium ist aus unserem täglichen Leben nicht wegzudenken, ob als Haushaltfolie, in Kochgeräten oder zum Leichtbau von Autos und Flugzeugen – die Liste ist endlos. Jedoch werden bei der Produktion dieses wichtigen Werkstoffs große Mengen an Kohlenstoffdioxid produziert. Das Fraunhofer IFAM in Dresden konnte nun dazu beitragen, dieses Problem zu lösen. Die Forscher haben gemeinsam mit Partnern innerhalb des EU-Projekts AGRAL ein Verfahren entwickelt, mit dem der direkte CO2-Ausstoß bei der Elektrolyse zur Aluminiumherstellung auf null reduziert werden kann.


Fraunhofer IKTS: „Keramische Filtersysteme für Aquafarming in geschlossenen Kreisläufen“
Der weltweit steigende Bedarf an Fisch ist langfristig ohne Aquafarming nicht mehr zu decken. Um dabei die hohen Qualitätsstandards halten zu können, müssen enorme Frischwassermengen bereitgestellt werden. In einem Gemeinschaftsprojekt mit Partnern aus Forschung und Industrie entwickelten Wissenschaftler des Fraunhofer IKTS keramische Filtersysteme, die das Wasser in Aquakulturen nicht nur reinigen, sondern gleichzeitig störende Geruchs- und Geschmacksstoffe adsorbieren.

In diesem Video können Sie sich die einzelnen Beiträge nochmals ansehen. Weitere Informationen zu den Inhalten erfahren Sie auf den Seiten von Fraunhofer-Dresden.

 

Foto ©Fraunhofer IKTS: „Early Morning Science mit Fraunhofer“.

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