13. Juni 2019

CASUS: Umweltforschung mit System in Görlitz

Der Bund und das Land Sachsen investieren in den (digitalen) Strukturwandel in der Lausitz.

Mit CASUS – Center for Advanced Systems Understanding (Zentrum für fortgeschrittenes Systemverständnis) erhält die Lausitz ein neues Wissenschaftszentrum. Die Vision: die Entwicklung eines systematischen Verständnisses der komplexen Phänomene unserer Umwelt mit neuen digitalen Methoden.

Fachleute aus den unterschiedlichsten Disziplinen wie Klima- und Umweltforschung, Systembiologie oder Astrophysik sollen dort gemeinsam an umfassenden digitalen Lösungen arbeiten. Damit nimmt CASUS eine Vorreiterrolle in Deutschland ein.

Die CASUS-Forscher setzen den Fokus auf den Einsatz von Hochleistungsrechnern sowie auf die Methoden des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz (KI) zur Bewältigung großer Datenmengen. Allerdings lassen sich wichtige Fragestellungen, etwa aus der Klimaforschung, mit den bisherigen Methoden noch nicht zufriedenstellend beantworten, insbesondere dann, wenn enorme Mengen komplexer Daten entstehen. Diese und andere Lücken will CASUS schließen.

Gefördert wird das Wissenschaftszentrum vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF stellte dazu Mittel in Höhe von rund zehn Millionen Euro für die nächsten drei Jahre in Aussicht; der Freistaat Sachsen übernimmt im Rahmen dieses Projektes zusätzlich rund eine Million Euro. An CASUS beteiligt sind die vier sächsischen Forschungseinrichtungen Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ), Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) und Technische Universität Dresden.

Erfahren Sie in den HZDR-Nachrichten mehr zu CASUS und darüber, was die Forscher unter komplexen Systemen verstehen und wie unsere komplexe Welt anhand digitaler Abbilder verstanden werden soll.


Foto ©Juniks, HZDR: Die vier Forschungsthemen der CASUS-Aufbauphase: Umwelt- und Klimaforschung, Materie unter extremen Bedingungen, autonomes Fahren und Systembiologie (v.l.o. nach r.u.).

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