26. April 2017

Bessere Targets, schnellere Teilchen im neuen Laser-Labor

Das HZDR gründet gemeinsam mit dem Weizmann Institute of Science ein neues Laser-Labor in Rechovot, Israel. Das Ziel dabei: die Forschung an Targets zu intensivieren, indem Beide ihre jeweiligen Kompetenzen bündeln.

Hochintensive Laser werden beispielsweise zur Behandlung von Krebs benötigt. Die starke Lichtquelle beschleunigt die verschiedenen Teilchen darunter Protonen, Ionen oder Elektronen. Bei dieser Beschleunigung ist neben dem Laser das Target die wichtigste Komponente des Teilchenbeschleunigers, denn es bestimmt die Qualität der Teilchen. Das Forschen an diesen Targets steht deshalb im Mittelpunkt des neuen Zentrums, in dem die Wissenschaftler des Weizmann Institute of Science (WHELMI) und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) zusammen arbeiten.

WHELMI bringt u.a. seine Expertise bei gasförmigen Targets ein, das HZDR ergänzt dies um seine Kompetenzen in der Beschleunigung der Protonen und Ionen sowie bei festen und flüssigen Targets. Außerdem können die isrealischen Forscher auf die Hochleistungslaser des HZDR sowie auf das Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen ELBE zugreifen. Von der Bündelung der Kompetenzen, der Verfügbarkeit modernster Technik und der Forschung in einem internationalen Team profitieren gerade auch Doktoranden und Post-Docs beider Seiten.

Das neue Laser-Labor soll besonders auch als Modelleinrichtung dienen, um eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft und einem internationalen Partner zu demonstrieren. Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Otmar D. Wiestler, ist davon überzeugt, dass durch die Kombination der jeweiligen Stärken große Fortschritte sowohl in der Laser-Forschung als auch in angrenzenden wissenschaftlichen Gebieten wie der Krebstherapie erzielt werden.

Mehr zur Gründung des neuen Labors lesen Sie auf den Seiten des HZDR.

 

Foto ©HZDR/Frank Bierstedt: In dieser sogenannten Target-Kammer im Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen des HZDR trifft der Lichtstrahl des Hochleistungslasers auf den Elektronenstrahl des ELBE-Beschleunigers. Ziel ist die Erzeugung brillanter Röntgenstrahlung.

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