19. September 2019

Am HZDR entstehen 3 neue Innovationslabore

Das HZDR erhält Zuschlag für drei Innovationslabore zum Ausbau von Industriekooperationen.

Gleich drei „Helmholtz Innovation Labs“ starten in den nächsten Monaten am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR): Die Helmholtz-Gemeinschaft erteilte ihre Zusage für die Innovationslabore „CLEWATEC“, „FlexiSens“ und „UltraTherm“. Damit verbunden ist eine Förderung von jeweils drei bis fünf Millionen Euro für bis zu fünf Jahre. In diesem Zeitraum sollen die Innovationslabore in Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft als eigenständige Forschungs- und Entwicklungseinheiten am HZDR aufgebaut werden. Ziel ist es, die Innovationskraft der Industrie zu stärken. Mehrere große und mittelständische Unternehmen haben bereits Interesse bekundet, sich an den Labs auch finanziell zu beteiligen.

„Innovationslabore streben die frühe Einbindung von Unternehmen in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Wissenschaftler an. Mit der Einrichtung von gleich drei Labs erweitert das HZDR seine Möglichkeiten, neue Technologien und Anwendungsfelder zu erproben und für die Wirtschaft nutzbar zu machen“, freut sich Dr. Björn Wolf, Leiter der Abteilung Technologietransfer und Innovation am HZDR über die Bewilligung. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des HZDR haben die Transfer-Experten des HZDR die Innovationslabore mit den Kurznamen „CLEWATEC“, „FlexiSens“ und „UltraTherm“ konzipiert. „Dass alle drei Anträge bewilligt wurden, ist ein Riesenerfolg und zeigt auch, wie groß das Potenzial des HZDR im Technologietransfer ist“, erklärt Wolf.

Die Leitung der Innovationslabore liegt in der Hand erfahrener Forscher. Mit der Verwertung der Forschungsergebnisse sind Manager betraut, die auch Kontakte zu infrage kommenden Firmen anbahnen und das Labor langfristig im jeweiligen Geschäftsfeld erfolgreich aufstellen sollen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in der Region, die kaum eigene Kapazitäten für Forschung und Entwicklung haben, können langfristig von den Innovationslaboren profitieren. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit potenziellen Kunden, Nutzern und Partnern aus der Wissenschaft, etwa der Hochschule Mittweida oder dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS. „Wir wollen die Labore zu thematischen Innovations-Netzwerken entwickeln, aus dem alle Beteiligten einen Vorteil ziehen können“, beschreibt Wolf die Zukunftspläne

Erfahren Sie in den Mitteilungen des HZDR mehr zu den Forschungsthemen, die in den Innovationslaboren „CLEWATEC“, „FlexiSens“ und „UltraTherm“ erarbeitet werden sollen.

Foto ©HZDR/R. Weisflog: Mit „CLEWATEC“, „FlexiSens“ und „UltraTherm“ gehen am HZDR drei Helmholtz Innovation Labs an den Start. Wissenschaftliche Leiter sind Dr. Sebastian Reinecke, Dr. Denys Makarov und Dr. Lars Rebohle. Ihnen stehen die Innovationsmanager Stephan Krüger und Uwe Pöpping sowie für das Marketing Susann Riedel zur Seite (v.r.n.l.).


Das könnte Sie auch interessieren

08. Mrz 2019

Eröffnung des ICAM am Fraunhofer IFAM…

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden wurde am 7.3.2019 das „Innovation Center Additive…

WEITERLESEN

03. Okt 2018

Modulares Messsystem: Das fehlende Puzzleteil zwischen…

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU entwickelten ein modulares Messsystem für die Kraftverteilung in Umformprozessen. Das Messsystem, das…

WEITERLESEN

14. Mai 2018

Garaus für Medikamentenrückstände in Abwässern

Ca. 38 000 t – soviel Medikamente, darunter Hormone, Antibiotika und Virostatika, werden jährlich in Deutschland verbraucht. Über die Ausscheidung gelangen…

WEITERLESEN