6. April 2020

3D-gedruckte Gesichtsschilde für Dresdner Kliniken

Zahlreiche MFD- und DRESDEN-concept-Partner (DDc) stellen in Kooperation mit dem Branchenverband für Biotechnologie und Medizintechnik biosaxony e. V. im 3D-Druck Gesichtsschilde für medizinisches Personal her. Mehrere solcher Gesichtsschilde wurden Anfang April vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an die Städtischen Kliniken Dresden übergeben. Das Uniklinikum ist für die Verteilung für Dresden und das Umland zuständig.

Fast 50 3D-Drucker aus Dresdner und Leipziger Forschungseinrichtungen stehen für den Druck des Gesichtsschutzes zur Verfügung. Industrieunternehmen aus ganz Sachsen beteiligen sich ebenfalls intensiv an diesem Vorhaben. Stellvertretend genannt seien Sander-Kunststofftechnik aus Dresden, die kostenfrei Maskenhalter im 3D-Druck fertigen, und die Spezi-Pack Karl Spethmann GmbH aus Klingenberg, welche die Visiere ebenfalls kostenlos zur Verfügung stellt.

„Wir sind überwältigt vom großen Engagement seitens der DRESDEN-concept-Partner und der sächsischen Firmen. Mitarbeiter auf allen Ebenen, vom Doktoranden bis zum Professor und Firmenchef, arbeiten Tag und Nacht, um den Engpass von Gesichtsschilden mit gedruckten Modellen entgegenzuwirken. Die DDc-Partner und die Firmen unterstützen ganz unbürokratisch mit Ressourcen, Materialien und Ausrüstung“, so Professorin Brigitte Voit, Vorstandsmitglied von DRESDEN-concept und wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V.

Ausgehend von Open Source-Dokumenten zur Herstellung von Gesichtsschilden entwickelten Wissenschaftler des Uniklinikums Dresden, Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF), Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS und der TU Dresden gemeinsam mit Mitarbeitern der Dresdner Kliniken Passformen, die auch bei einer dauerhaften Benutzung einen angenehmen Tragekomfort bieten. Die 3D-Druckdaten sind über die Seiten des biosaxony e. V. und DRESDEN-concept kostenlos für jedermann abrufbar.

„Wir freuen uns, mit diesem hochprofessionellen Angebot von 3D-Druckprodukten Materialknappheiten und Lieferengpässen in Ostsachsen begegnen zu können“, so PD Dr. Christian Kleber, Leiter der Zentralen Krankenhausleitstelle Dresden-Ostsachsen. „Diese Gesichtsschilde werden wir nun bedarfsorientiert transparent an alle Kliniken innerhalb der Region verteilen.“

Die im 3D-Druck produzierten Bauteile können an vier Sammelstellen in Dresden abgegeben werden und werden dort regelmäßig vom TU Dresden-Fahrdienst abgeholt und an die Zentrale Krankenhausleitstelle am Uniklinikum gebracht. Für den Raum Leipzig wird durch biosaxony ein ähnliches System vorbereitet. Doktoranden und Mitarbeiter der Uniklinik, TU Dresden und des biosaxony e.V. führen anschließend einen Qualitätscheck durch, desinfizieren die Masken und bereiten Sie für die Verteilung vor.

Mehr dazu auf DRESDEN-concept und in den Mitteilungen des Leibniz IPF Dresden. Hier sehen Sie einen Ausschnitt aus dem MDR Sachsenspiegel vom 6. April 2020, in dem die Produktion der Gesichtsschlide gezeigt wird.

Foto Leibniz IPF: Von Links – Frau Professorin Brigitte Voit, Vorstandsmitglied des MFD und DRESDEN-concept, Herr PD Dr. Christian Kleber, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und Herr Christoph Engler, Städtische Kliniken Dresden.

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